Pflege von Ledergarnituren

Wer sich mit Ledergarnituren auskennt, weiß, dass Leder im Alter meist an Schönheit gewinnen, jedoch muss es über die Jahre hinweg stets gepflegt werden. Der Kenner schätzt die entstehende Patina, welche im Laufe der Jahre auftritt. Ledergarnituren sollten immer vorsichtig und sehr schonend gepflegt werden. Tipps zur Reinigung und Pflege erhalten Sie in diesem Artikel.

Ledergarnituren vor aggressiven Mitteln und Sonnenlicht schützen

Niemals dürfen zur Pflege von Ledergarnituren aggressive Mittel angewendet werden - ein absolutes No-Go sind zum Beispiel Fleckenentferner, Lösungsmittel, Bohnerwachs, Terpentin, Benzin oder Schuhcreme. Auch Mittel, in denen Bestandteile dieser eben genannten "Gegner" von Leder enthalten sind, sollten nicht mit Leder in Berührung kommen, geschweige denn damit behandelt werden.

Ebenso empfiehlt es sich, Ledergarnituren nicht über die Jahre hinweg direktem Sonnenlicht auszusetzen - das Leder kann dann ausbleichen oder fleckenartig nachdunkeln. Nicht vergessen werden darf, dass Leder auch genügend Feuchtigkeit beziehungsweise Luftfeuchtigkeit benötigt, damit es weich bleibt.

Probleme bei der Pflege von Ledergarnituren

Es bestehen natürlich Faktoren, die das Leder über die Jahre hinweg unschön werden lassen.

  • Hautfett: kaum vorstellbar, aber auch der Mensch stellt ein Problem für Leder dar. Hautfett lässt das Leder bei permanentem Gebrauch unschön aussehen. Es zeigt sich nach einiger Zeit ein so genannter Fettausschlag, was durch Hände oder Haare kommen kann. Wenn das Leder dann nicht richtig gepflegt wird, kann es innerhalb der Lederschichten zu einer Autooxidation kommen und es zerstören.
  • Farbverlust durch Abrieb und UV-Strahlung: UV-Schädigungen von Leder kommen in den letzten Jahren immer öfter vor. Anscheinend hat die Stärke der UV-Strahlung stark zugenommen, so kann es auch das Leder auf Dauer angreifen. Es sollte auch hierauf stets geachtet und ein regelmäßiges Pflegemittel angewandt werden, das dieses Problem berücksichtigt.

Die Folge einer nicht regelmäßigen Pflege und den eben genannten Problemen kann dazu führen, dass das Leder entweder unschön aussieht, es brüchig wird oder komplett kaputt geht. Leder ist ein tierisches Produkt, letztendlich arbeitet dieses Material immer weiter und gibt wichtige Stoffe ab. Diese Stoffe müssen durch Pflege dem Leder immer wieder zugefügt werden. Die Pflege von Ledergarnituren muss nicht immer teuer sein, allerdings sollte sie auf Dauer effektiv sein. Nachfolgend einige Tipps hierzu.

Pflege für verschiedene Lederarten

Natürlich finden sich verschiedene Lederarten - diese müssen auch unterschiedlich gepflegt werden.

Anilin-Leder (ungedeckte Leder): Die Pflege von Anilin-Leder ist nicht sonderlich kompliziert, lediglich sollten einige Punkte beachtet werden. Dieses Leder sollte ganz besonders vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Regelmäßig muss es mit einem weichen Tuch "abgestaubt" werden, das heißt rund einmal die Woche sollte es komplett abgeputzt werden, auch wenn es nicht staubig ist. Dies nimmt das Hautfett und Dreckrückstände weg - so kann das Leder auf Dauer atmen. Zweimal im Jahr sollte es mit einem Spezialpflegemittel behandelt werden.

Sofern Flecken oder Dreckrückstände auf dem Leder zu sehen sind, sind diese mit einem weichen Tuch wegzuwischen. Das Leder darf dabei auf keinen Fall durchfeuchten. Danach sollte die Fläche länger mit einem Wolltuch bearbeitet und getrocknet werden. Spezialpflegemittel bestehen mittlerweile ebenfalls, mit dem die Stelle nachbehandelt und separat geschützt werden kann. Sofern Speisen oder Fett auf der Ledergarnitur zu sehen sind, können diese Flecken genauso bearbeitet werden. Allerdings muss hierbei erwähnt werden, dass Fett mit der Zeit (in geringen Maßen) in das Leder einzieht und der Fettfleck irgendwann nicht mehr zu sehen ist.

Pigmentierte (gedeckte) Leder: Auch bei diesem Leder empfiehlt es sich, es regelmäßig abzustauben. Wer Leder auf Dauer schützen und pflegen möchte, damit es auch im Alter gut aussieht und die Lebensdauer einer Ledergarnitur verlängert werden kann, sollte das Leder unbedingt davor geschützt werden, dass es einem ständigen Abrieb ausgesetzt ist. Reibungen vermeiden, Feuchtigkeit zuführen - ganz besonders bei dieser Lederart. Speise- und Fettflecken sollten auf jeden Fall sofort entfernt werden, auch hierfür gibt es Spezialreiniger. Trockener Schmutz sollte mit einem leicht feuchten Tuch bearbeitet und abschließend mit Wolltuch und Pflegemittel behandelt werden.

Rauleder (Velours- und Nubukleder): Nicht zuletzt muss auf das Rauleder eingegangen werden. Um diese Lederart auch in den Jahren zu schützen und pflegen, sollte es einmal die Woche mit einem Staubsauger abgesaugt werden. Etwas speckig aussehende Stellen können getrost, aber vorsichtig mit einer Gummibürste behandelt werden. Feinkörniges Schleifpapier und Schaumstoffschwamm bringt dem Leder die nötigen rauen Stellen wieder zurück - somit kann ein einheitliches Gesamtbild garantiert werden. Flüssigkeiten wie Wein, Wasser etc. sollten mit einem Löschblatt aufgesaugt und danach mit einem trockenen Tuch bearbeitet werden. Wenn nötig kann dieses Leder bei solchen Flecken auch mit einer neutralen Waschmittellösung großflächig bearbeitet werden. Danach muss es austrocknen. Zweimal im Jahr muss dieses Leder ebenfalls mit einer dafür geeigneten Lösung komplett eingerieben werden, nur so behält es sein natürliches und gepflegtes Aussehen.

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